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Ratgeber Saison

Wie lange ist Badesaison im Rhein-Main-Gebiet?

43 Sommertage im hessischen Mittel, 50 an der Kölner Messstelle im Sommer 2025. Was die Wetterdaten für Ihren Pool bedeuten und was Technik daran ändert.

Von Gundi Poch und Raimund Schmauder, Heimatpool12. September 20266 Minuten Lesezeit
U-förmiger Pool mit Stufen, umgeben von Holzdeck, Rasen und grünen Pflanzen, von oben fotografiert.
Kurz gesagt

Die Antwort in sechs Punkten

Sechs belegte Aussagen zur Badesaison im Rhein-Main-Gebiet. Für alle, die es eilig haben, steht hier schon das Wesentliche.

  1. 01

    Wir rechnen mit einer Poolsaison von April bis Oktober.

  2. 02

    In Hessen stieg die Zahl der Sommertage mit mindestens 25 Grad im Mittel von 26 pro Jahr in den Jahren 1951 bis 1980 auf 43 in den Jahren 1995 bis 2024.

  3. 03

    Die heißen Tage mit mindestens 30 Grad stiegen im selben Zeitraum von 4 auf 10, das Rekordjahr 2018 brachte 80 Sommertage und 24 heiße Tage.

  4. 04

    Nordrhein-Westfalen kam 1991 bis 2020 auf 36 Sommertage und 8 heiße Tage, im Jahr 2024 auf 41 und 9.

  5. 05

    Für Mainz nennt der Klimasteckbrief 58 Sommertage und 16 heiße Tage im Mittel der Jahre 1993 bis 2022.

  6. 06

    Die Abdeckung ist der größte Hebel für die Saison: bis zu 80 Prozent weniger Energiebedarf und über 80 Prozent weniger Wasserverlust laut Bundesverband Schwimmbad und Wellness.

Was die Wetterdaten sagen

Die Saison ist länger geworden, und das ist messbar

Die Frage lohnt sich das überhaupt bei unserem Wetter kommt in fast jedem ersten Gespräch. Sie lässt sich beantworten, und zwar mit amtlichen Zahlen statt mit Gefühl.

Die Landesämter führen Kenntage: Sommertage mit mindestens 25 Grad, heiße Tage mit mindestens 30 Grad. Diese Reihen zeigen über Jahrzehnte in dieselbe Richtung. Der Klimareport Hessen hält dazu fest, dass die meisten warmen Kenntage im milden Rhein-Main-Gebiet auftreten.

Ein Hinweis zur Vorsicht, den wir wichtig finden: Die Ämter rechnen mit unterschiedlichen Bezugszeiträumen. Hessen nutzt 1995 bis 2024, Nordrhein-Westfalen 1991 bis 2020, Mainz 1993 bis 2022. Wer die Städte direkt gegeneinander stellt, vergleicht Äpfel mit Birnen. Wir nennen die Perioden deshalb immer mit.

43 SommertageSo viele Tage mit mindestens 25 Grad zählt Hessen im Mittel der Jahre 1995 bis 2024. In der Periode 1951 bis 1980 waren es 26. Die heißen Tage mit mindestens 30 Grad stiegen im selben Zeitraum von 4 auf 10.
Quelle: HLNUG, Klimafolgenindikatoren Hessen, Meteorologische Kenntage, Datenquelle DWD
  • HessenFrankfurt, Wiesbaden, Darmstadt

    Im Mittel der Jahre 1995 bis 2024 rund 43 Sommertage und 10 heiße Tage pro Jahr, gegenüber 26 und 4 in den Jahren 1951 bis 1980. Rekordjahr war 2018 mit 80 Sommertagen und 24 heißen Tagen. Für Frankfurt nennt der Klimaplanatlas für 1971 bis 2000 durchschnittlich 46 Tage über 25 Grad und bis 2050 ein Plus von 12 bis 26 Tagen.

    HLNUG Klimafolgenindikatoren Hessen und Klimaplanatlas Frankfurt am Main, Datenquelle DWD
  • Nordrhein-WestfalenKöln, Bonn

    1961 bis 1990 im Mittel 25 Sommertage und 4 heiße Tage, 1991 bis 2020 bereits 36 und 8, im Jahr 2024 dann 41 und 9. Die innerstädtische Kölner Messstelle zählte im Sommer 2025 sogar 50 Sommertage, 16 heiße Tage und 20 Tropennächte bei einem Höchstwert von 38,1 Grad. Für Bonn liegt uns keine eigene Stadtzahl belegt vor.

    LANUK Klimaatlas NRW, Datenquelle DWD, Datenstand 31. Dezember 2025
  • Rheinland-PfalzMainz

    Der Klimasteckbrief für Mainz nennt für 1993 bis 2022 im Mittel 58 Sommertage und 16 heiße Tage pro Jahr. Das liegt deutlich über dem Landesmittel, der Zeitraum ist aber ein anderer als bei den Nachbarländern.

    Klimasteckbrief Mainz, Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen Rheinland-Pfalz, Datenquelle DWD, Stand 26. März 2023
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Was Technik aus Ihrer Wassertemperatur macht

Stellen Sie ein, wie warm Ihr Becken ohne Technik wäre, und schalten Sie dazu, was Sie erwägen.

20,0Grad
Was ziehen Sie in Betracht?
Wassertemperatur mit Technik20Grad

Ohne Technik folgt die Wassertemperatur dem Wetter. Das ist an heißen Tagen völlig ausreichend und an kühlen Abenden der Grund, warum die meisten irgendwann über eine Abdeckung nachdenken.

Die Abdeckung hält die Wärme im Becken. Der Bundesverband Schwimmbad und Wellness nennt bis zu 80 Prozent weniger Energiebedarf und über 80 Prozent weniger Wasserverlust. Ein Kelvin-Wert lässt sich daraus nicht seriös ableiten, deshalb steht hier keiner.

Solarabsorber heben die Wassertemperatur laut Bundesverband um 4 bis 10 Kelvin über die eines unbeheizten Beckens. Wie viel genau, hängt an der Absorberfläche.

Eine Wärmepumpe erreicht Ihre Wunschtemperatur, arbeitet aber nur ab etwa 7 Grad Außentemperatur wirtschaftlich. Aus einer Kilowattstunde Strom liefern moderne Geräte bis zu vier bis fünf Kilowattstunden Wärme.

Die Spannen stammen vom Bundesverband Schwimmbad und Wellness und sind keine Zusage für Ihr Becken. Lage, Abdeckung, Beckengröße und Wetter entscheiden mit.

Vier Beobachtungen

Was wir aus den Zahlen mitnehmen

Vier Punkte, die wir im Garten fast immer ansprechen, sobald es um die Länge der Saison geht.

01

Die Zahlen steigen seit Jahrzehnten

In Hessen hat sich die Zahl der Sommertage zwischen den Perioden 1951 bis 1980 und 1995 bis 2024 von 26 auf 43 fast verdoppelt, die heißen Tage von 4 auf 10. In Nordrhein-Westfalen sieht das Bild genauso aus. Die Frage lohnt es sich überhaupt beantwortet sich damit weitgehend von selbst.

02

Die Stadt ist wärmer als das Umland

Für Köln nennt der Klimaatlas NRW für den Sommer 2025 an der innerstädtischen Messstelle 50 Sommertage und 20 Tropennächte. Wer mitten in der Stadt wohnt, hat die längere Saison, und zugleich die größere Lust auf Abkühlung.

03

Abdeckung vor Heizung

Erst das Becken warm halten, dann darüber nachdenken, ob geheizt wird. Eine Abdeckung senkt den Energiebedarf laut Bundesverband um bis zu 80 Prozent und verbraucht selbst nichts. Alles andere kommt danach.

04

Perioden nicht durcheinanderbringen

Hessen rechnet mit 1995 bis 2024, Nordrhein-Westfalen mit 1991 bis 2020, Mainz mit 1993 bis 2022. Wer die Zahlen direkt gegeneinander stellt, vergleicht unterschiedliche Zeiträume. Für Wiesbaden, Darmstadt und Bonn liegen uns gar keine stadtscharfen Werte belegt vor, und das sagen wir lieber, als etwas zu schätzen.

Häufige Fragen

Was uns zur Saison am häufigsten gefragt wird

Sechs Fragen, die meist mit lohnt sich das bei unserem Wetter anfangen.

Wie lange wäre Ihre Saison?

Das hängt an Lage, Sonne und Technik. Gundi und Raimund schauen sich das bei Ihnen an und sagen ehrlich, was realistisch ist.

Telefontermin aussuchen

Für Hessen insgesamt nennt das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie im Mittel der Jahre 1995 bis 2024 rund 43 Sommertage mit mindestens 25 Grad und 10 heiße Tage mit mindestens 30 Grad. In der Periode 1951 bis 1980 waren es 26 und 4. Der Klimareport Hessen hält fest, dass die meisten warmen Tage im milden Rhein-Main-Gebiet auftreten.

Nordrhein-Westfalen kam in der Periode 1991 bis 2020 auf 36 Sommertage und 8 heiße Tage, im Jahr 2024 auf 41 und 9. Für die innerstädtische Kölner Messstelle nennt der Klimaatlas NRW für den Sommer 2025 sogar 50 Sommertage, 16 heiße Tage und 20 Tropennächte. Für Bonn liegt uns keine eigene Stadtzahl belegt vor.

Der Klimasteckbrief für Mainz nennt für 1993 bis 2022 im Mittel 58 Sommertage und 16 heiße Tage pro Jahr. Achten Sie beim Vergleich auf die Zeiträume, die Ämter rechnen mit unterschiedlichen Perioden.

Wir rechnen mit April bis Oktober. Wie viel davon wirklich Badewetter ist, entscheidet weniger der Kalender als die Technik. Eine Abdeckung hält nachts die Wärme, ein Solarabsorber bringt laut Bundesverband Schwimmbad und Wellness 4 bis 10 Kelvin mehr als ein unbeheiztes Becken.

Nur bedingt. Der Bundesverband nennt etwa 7 Grad Außentemperatur als wirtschaftliche Grenze. Darunter zahlen Sie viel Strom für wenige Grad. Wir sagen das lieber vorher, als Ihnen die Saison schönzurechnen.

Die Abdeckung. Sie kostet keinen Strom, senkt den Energiebedarf laut Bundesverband um bis zu 80 Prozent und den Wasserverlust um über 80 Prozent. Alles andere kommt danach.

Wer das geschrieben hat

Ihre Träume-Erfüller

Gundi Poch und Raimund Schmauder sitzen lächelnd am Rand eines Pools im Garten.
Gründer und Geschäftsführung, PS Heimatpool GmbHGundi Poch und Raimund Schmauder

Lohnt sich das bei unserem Wetter ist die Frage, die Gundi und Raimund am häufigsten hören. Für diesen Beitrag haben wir sie einmal ordentlich beantwortet, mit den Kenntagen der Landesämter statt mit Bauchgefühl. Und mit dem Hinweis darauf, wo uns die Daten fehlen.

Stand: 12. September 2026. Die Klimazahlen stammen von HLNUG, LANUK und dem Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen Rheinland-Pfalz, Datenquelle jeweils DWD. Die Bezugszeiträume sind unterschiedlich und stehen im Text.

Der nächste Schritt

Mee(h)r Urlaub im Garten, ab April

Wie viel Saison bei Ihnen zusammenkommt, hängt an Lage, Sonne und Technik. Das lässt sich vor Ort in zwanzig Minuten einschätzen, und danach wissen Sie, ob sich der Gedanke lohnt oder nicht.